Das sagen wir jetzt jedes mal wenn wir ins Auto steigen und es ist herrlich, zu wissen dass man an einem Tag so viel neues sehen wird und an einem neuen Campingplatz, in einem neuen Ort zu uebernachten.

Aber von (fast) vorne: In Picton gelandet sind wir auf einen ziemlich schoenen Campingplatz wo wir mit Wein und Pasta einen schoenen Abend hatten. Am naechsten Tag sind wir ins Meerwasseraquarium gegangen wo es Seepferdchen, Schildkroeten (hey Annika: stehen die Ninja Turtles noch?! :) ) Haie, Rochen, Fische und – Pinguine gesehen haben. Von Picton ging es weiter nach Nelson wo wir ein suendhaft teures Mittagessen gegessen haben (der Hunger war einfach zu gross) und dann weiter nach Marahau, an der Kueste der Fjorde entlang. Marahau ist das letzte Dorf vor dem Able Tasman track, einem Walk auf der wunderschoenen Halbinsel Able Tasman. Nihct umsonst heisst die Gegend dort auch “Golden Bay”. Am naechsten Tag haben wir uns ein kayak ausgeliehen und sind paddeln gegangen, immer an der Kueste entlang um dann an einem fast einsamen Sandstrand Pause zu machen. Dort habenw ir gemacht, was man halt an einem weissen Sandstrand so macht: Lesen, in der Sonne liegen, Loch buddeln, quatsch machen und chillen.

Der Weg zurueck zur Kueste war laenger als gedacht da es mittlerweile Flut war und wir die Entfernung unterschaetzt hatten. Aber gluecklich, erschoepft und etwas verbrannt von der Sonne kamen wir am Hafen an, gaben das Kayak ab und fuhren zu den Nelson Lakes, zu einem See der direkt unter Bergen liegt und nach dem windigen, unruhigen Meer unglaublich entspannend war. Dort haben wir etwas ganz neues kennengelernt: Sandflies! Obstfliegengrosse Fliegen die immer mit mindestens 50 Buddys auftauchen um Menschen zu quaelen und zu beissen. Mein Fuss ist ganz zerstochen und nachts Wache ich immer auf weil”s so juckt. Krrg krrg krrg. Mistviecher.

Von den Nelson Lakes sind wir nach einem kleinen Walk wieder on the road. In Westport haben wir eine Robbenkolonie besucht, die hatten gerade Kleinis und waren super suess. Leider ziemlich weit weg aber ist vermutlich besser so. Die Westkueste ist landschaftlich wunderschoen, immer wieder kommen grosse Buchten und straende wo keine menschenseele ist. Auf der anderen Seite der Strasse geht es meistens steil nach oben weil dort die Southern Alps beginnen. Hinter Westport haben wir auchw ieder auf einemkleinen Campingplatz – naja, eigentlich wars einfach nur die Wiese von dem Hauseigentuemer, einem Deutschen – uebernachtet . Auch dort waren die Sandflies ueberall, weshalb wir am naechsten Morgen einfach um halb 9 umgebaut haben und losgefahren sind, ohne fruehstueck, dusche oder sonstigem. Unterwegs haben wir an den Pencake rocks gehalten (seitdem hab ich unheinliche lust auf pfannkuchen), das sind gesteinsformationen die aussehen als wenn sie etliche schichten haetten. Als ich so da stand und aufs Meer gestarrt habe, sah ich sie ploetzlich: Delfine!! Ganz winzig, erst dachte ich das seien Robben oder einfach Steine aber man sah immer mal wieder die Flosse hochkommen. Juchuu, endlich! Einmal ist sogar einer gesprungen. Ich starrte noch eine ganze weile aufs meer und beobachtete sie, Michi machte Fotos von den Pfannkuchensteinen und dann ging es weiter nach Hokitika wo wir Joana und Nico treffen wollten. In Deutschland bekommen es Joana und ich ungefaehr alle 1,5 Jahre mal hin uns zu treffen, da sie auch gerade durch NZ touren trafen wir uns dann halt am anderen Ende der Welt. Der Abend war super, wir hatten ein richtig fettes Essen mit BBQ, Bratkartoffeln und Salat und natuerlich Bier und Wein. Etwas angetrunken gingen wir dann mitten in der Nacht in eine Schlucht wo tausende von Gluehwuermchen um uns herum waren. Es war sooo schoen!

Am naechsten morgen schlenderten wir noch etwas durch die Stadt, tranken Cappucchino und dann trennten sich unsere Wege leider wieder: Joana und Nico tourten weiter Richtung Auckland, Michi und ich wollten ganz runter in den Sueden. Aber da wir den gleichen Abflugtag haben (Joana & Nico fliegen allerdings nach Australien zurueck), treffen wir uns in AKL noch einmal.

Michi und ich waren also On the Road again und stoppten in einer alten Goldgraeberstadt wo wir einen Walk durch ein ehealiges Goldgraebergebiet machten. Das war vielleicht gruselig, am Ende kamen wir an einem alten Friedhof vorbei wo Grabsteine aus 1887 standen. Mit dem Meer im Hintergrund und der Sonne am Himmel wirkte das alles sehr skurril, ich wollte aber nicht im Dunklen dort entlanglaufen.

Von Ross, der Goldgraeberstadt ging es also weiter nach Okarito, wo es eine Lagune gibtt und wo wir eigentlich noch einmal Kayaken wollten. Es war aber sehr windig und schon spaet und der Campingplatz hat uns auch nicht sooo gut gefallen (war vor allem verhaeltnismaessig teuer), also beschlossen wir weiter nach Franz Josef zu fahren. Das war zwar noch ein ganzschoenes stueck, hat sich aber gelohnt> Der Campingplatz war super und wir liefen noch am glechen abend in der daemmerung ueber das Geroellfeld zum Gletscher. Das war so beeindruckend! Da es mit Worten schwer zu beschreiben ist, schaut euch lieber die Bilder an.

Jetzt sitzen wir in Fox, wo wir uns den zweiten Gletscher auch angeschaut haben. Heute geht es noch nach Wanaka und dann nach Queenstown.

Es geht uns sehr, sehr gut und wir sind sehr, sehr gluecklich.

Gruesse an alle!

Kaya

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2 Antworten auf On the road again!

  • Tante sagt:

    Hi ihr 2,
    die Bilder machen ja sooo neidisch!! Ich stelle mir dann den 24-Stunden-Flug plastisch vor, dann geht’s wieder. EIne Weile …

    Ach und uebrigens:
    “was man halt an einem weissen Sandstrand so macht: Lesen, in der Sonne liegen, Loch buddeln, quatsch machen und chillen” — – Nachtrag: ins Wasser gehen? Dreck wegwaschen???
    :mrgreen:
    Ernsthaft: Ist das Wasser eigentlich warm genug zum Baden?

    Noch ganz dolle viel Spass!!
    GG

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