Nach einer Zeit bei den Gletschern haben wir eine der schönsten Städte in NZ angesteuert, Queenstown. Die Stadt kam einen vor als bestünde sie lediglich aus jugendlichen, meist Backpackern. Hier konnten wir uns vom wohl besten Hamburger der Welt überzeugen, dem Fergburger. Noch nie habe ich einen besseren gegessen, ganz im Ernst! Und auch Partytechnisch bietet Queenstown tolle Möglichkeiten um sich zu amüsieren. Natürlich muss auch das in vier Wochen mal sein und Kaya und ich ließen es krachen. Für überdurchschnittliche Leistungen bekamen wir sogar noch zwei T-Shirts und das erste Possum lief uns lebendig über den Weg. Es war ein super Abend!

Danach ging es nach Milford Sound. Dieser zählt wohl zu den schönsten Orten NZ. Das Wetter war großartig. Uns bietet sich eine großartige Kulisse von Bergen, Schluchten und einem traumhaften Fjord. Leider natürlich von Touristen völlig überlaufen. Trotzdem ein wunderschöner Ort wie auf einem Bilderbuch zum Träumen und verweilen. Unberührte Natur wohin das Auge reicht.

Weiter ging es in die Catlins. Meiner Meinung nach der verlassenste Ort NZ, mit noch mehr Natur zum Anfassen. Hier konnten wir Pinguine, Delfine, Robben und Seelöwen aus nächster Nähe beobachten. Und mit beobachten meine ich eigentliche, sich mit Ihnen den Strand teilen. Und eines kann ich euch sagen. So ein Seelöwe ist verdammt schnell die ersten 10m und sie sind echt angepisst, wenn man mit der Kamera zu nahe kommt. Aber ich war schnell genug. Also keine störenden Gitter sondern alles hautnah.

Mittlerweile sind wir in Dunedin, das ist eine der größten Städte auf der Südinsel. Hier kommt schon wieder richtiges Großstadt Feeling auf. Heute wollen wir noch in die Schokoladenfabrik. Gestern sind wir zufällig daran vorbei spaziert und dachten die ganze Zeit, warum riecht es hier überall nach Schokolade?! Bis wir dann sahen dass wir genau an der Fabrik waren. Die Schokoladenfabrik besteht vollständig aus Schokolade und die Straßen aus weißer Schokolade, ganz im Ernst! NZ ist super!

Das war es dann erst mal wieder von uns. Es ist kurz vor 9 in der Früh.

 

 

 

Lieber Nico,

Alles, alles Liebe und Gute Zum Geburtstag und eine phaenomenale Party heute abend!!

Fuehl dich gedrueckt!

Gruesse aus Neuseeland,

Kaya & Michi

Das sagen wir jetzt jedes mal wenn wir ins Auto steigen und es ist herrlich, zu wissen dass man an einem Tag so viel neues sehen wird und an einem neuen Campingplatz, in einem neuen Ort zu uebernachten.

Aber von (fast) vorne: In Picton gelandet sind wir auf einen ziemlich schoenen Campingplatz wo wir mit Wein und Pasta einen schoenen Abend hatten. Am naechsten Tag sind wir ins Meerwasseraquarium gegangen wo es Seepferdchen, Schildkroeten (hey Annika: stehen die Ninja Turtles noch?! :) ) Haie, Rochen, Fische und – Pinguine gesehen haben. Von Picton ging es weiter nach Nelson wo wir ein suendhaft teures Mittagessen gegessen haben (der Hunger war einfach zu gross) und dann weiter nach Marahau, an der Kueste der Fjorde entlang. Marahau ist das letzte Dorf vor dem Able Tasman track, einem Walk auf der wunderschoenen Halbinsel Able Tasman. Nihct umsonst heisst die Gegend dort auch “Golden Bay”. Am naechsten Tag haben wir uns ein kayak ausgeliehen und sind paddeln gegangen, immer an der Kueste entlang um dann an einem fast einsamen Sandstrand Pause zu machen. Dort habenw ir gemacht, was man halt an einem weissen Sandstrand so macht: Lesen, in der Sonne liegen, Loch buddeln, quatsch machen und chillen.

Der Weg zurueck zur Kueste war laenger als gedacht da es mittlerweile Flut war und wir die Entfernung unterschaetzt hatten. Aber gluecklich, erschoepft und etwas verbrannt von der Sonne kamen wir am Hafen an, gaben das Kayak ab und fuhren zu den Nelson Lakes, zu einem See der direkt unter Bergen liegt und nach dem windigen, unruhigen Meer unglaublich entspannend war. Dort haben wir etwas ganz neues kennengelernt: Sandflies! Obstfliegengrosse Fliegen die immer mit mindestens 50 Buddys auftauchen um Menschen zu quaelen und zu beissen. Mein Fuss ist ganz zerstochen und nachts Wache ich immer auf weil”s so juckt. Krrg krrg krrg. Mistviecher.

Von den Nelson Lakes sind wir nach einem kleinen Walk wieder on the road. In Westport haben wir eine Robbenkolonie besucht, die hatten gerade Kleinis und waren super suess. Leider ziemlich weit weg aber ist vermutlich besser so. Die Westkueste ist landschaftlich wunderschoen, immer wieder kommen grosse Buchten und straende wo keine menschenseele ist. Auf der anderen Seite der Strasse geht es meistens steil nach oben weil dort die Southern Alps beginnen. Hinter Westport haben wir auchw ieder auf einemkleinen Campingplatz – naja, eigentlich wars einfach nur die Wiese von dem Hauseigentuemer, einem Deutschen – uebernachtet . Auch dort waren die Sandflies ueberall, weshalb wir am naechsten Morgen einfach um halb 9 umgebaut haben und losgefahren sind, ohne fruehstueck, dusche oder sonstigem. Unterwegs haben wir an den Pencake rocks gehalten (seitdem hab ich unheinliche lust auf pfannkuchen), das sind gesteinsformationen die aussehen als wenn sie etliche schichten haetten. Als ich so da stand und aufs Meer gestarrt habe, sah ich sie ploetzlich: Delfine!! Ganz winzig, erst dachte ich das seien Robben oder einfach Steine aber man sah immer mal wieder die Flosse hochkommen. Juchuu, endlich! Einmal ist sogar einer gesprungen. Ich starrte noch eine ganze weile aufs meer und beobachtete sie, Michi machte Fotos von den Pfannkuchensteinen und dann ging es weiter nach Hokitika wo wir Joana und Nico treffen wollten. In Deutschland bekommen es Joana und ich ungefaehr alle 1,5 Jahre mal hin uns zu treffen, da sie auch gerade durch NZ touren trafen wir uns dann halt am anderen Ende der Welt. Der Abend war super, wir hatten ein richtig fettes Essen mit BBQ, Bratkartoffeln und Salat und natuerlich Bier und Wein. Etwas angetrunken gingen wir dann mitten in der Nacht in eine Schlucht wo tausende von Gluehwuermchen um uns herum waren. Es war sooo schoen!

Am naechsten morgen schlenderten wir noch etwas durch die Stadt, tranken Cappucchino und dann trennten sich unsere Wege leider wieder: Joana und Nico tourten weiter Richtung Auckland, Michi und ich wollten ganz runter in den Sueden. Aber da wir den gleichen Abflugtag haben (Joana & Nico fliegen allerdings nach Australien zurueck), treffen wir uns in AKL noch einmal.

Michi und ich waren also On the Road again und stoppten in einer alten Goldgraeberstadt wo wir einen Walk durch ein ehealiges Goldgraebergebiet machten. Das war vielleicht gruselig, am Ende kamen wir an einem alten Friedhof vorbei wo Grabsteine aus 1887 standen. Mit dem Meer im Hintergrund und der Sonne am Himmel wirkte das alles sehr skurril, ich wollte aber nicht im Dunklen dort entlanglaufen.

Von Ross, der Goldgraeberstadt ging es also weiter nach Okarito, wo es eine Lagune gibtt und wo wir eigentlich noch einmal Kayaken wollten. Es war aber sehr windig und schon spaet und der Campingplatz hat uns auch nicht sooo gut gefallen (war vor allem verhaeltnismaessig teuer), also beschlossen wir weiter nach Franz Josef zu fahren. Das war zwar noch ein ganzschoenes stueck, hat sich aber gelohnt> Der Campingplatz war super und wir liefen noch am glechen abend in der daemmerung ueber das Geroellfeld zum Gletscher. Das war so beeindruckend! Da es mit Worten schwer zu beschreiben ist, schaut euch lieber die Bilder an.

Jetzt sitzen wir in Fox, wo wir uns den zweiten Gletscher auch angeschaut haben. Heute geht es noch nach Wanaka und dann nach Queenstown.

Es geht uns sehr, sehr gut und wir sind sehr, sehr gluecklich.

Gruesse an alle!

Kaya

Nach Mt. Manganui haben wir unsere Reise durch Neuseeland fortgesetzt. Mittlerweile haben wir Übung darin unseren Van blitzschnell in ein Schlafzimmer oder eine Kochecke zu verwandeln. Wir haben gelernt was wirklich wichtig zu sein scheint. Nicht Geld oder langes schlafen…es sind trockene Klamotten, etwas leckeres zu essen, gute Gespräche und ab und an auch eine warme Dusche.

Unsere Reiseziel Rotorua war wieder einmal Abwechslung pur. Hier kocht der Boden, überall dampft es und Schwefelgeruch liegt in der Luft. Dies hat einen riesen Vorteil, man kann pupsen und es einfach auf irgendein Schwefelloch schieben. Super Sache! Teilweise wirkt die Gegend unwirklich, Schlammlöcher blubbern und Risse sind im Boden zu sehen. Der Campingplatz war aber super, denn er hatte drei warme Schwefelbäder. Ehrlich gesagt weiß ich gar nicht ob das gesund ist, aber wir haben es uns drinnen gemütlich gemacht. Nachdem das brennen auf der Haut nachgelassen hat und der Knochen deutlich zu erkennen war konnten wir es genießen. Nein im Ernst, es war herrlich. Was echt seltsam ist, dass man unglaublich viele Deutsche trifft, das mindert ein wenig das Flair. Aber Kaya und ich sprechen dann einfach italienisch, dann erkennt uns keiner (Habilibibilibab).

Das Wetter wurde langsam schlechter, die Stimmung allerdings nicht. Wir hatten vor unseren ersten großen Walk zu machen. Da bietet sich das große Waldgebiet Tongariro National Park an. Wald und eine Art Steppe geben sich hier die Hand. Das war mal wirklich ein abgelegener Campingplatz…ein Klo…sonst nix! Wir haben uns aber entsprechend gemütlich gemacht und selbst gekocht. Es gab Fisch in einer Orangensoße mit blanchierten Tomaten in Balsamiko…ähm…ach nee…Nudeln gab es! Die ganze Nacht hat es durchgergnet. Am nächsten morgen waren die Wanderwege überschwemmt. Wir entschieden uns das ganze auf dem Rückweg nochmal zu versuchen und reisten dem guten Wetter hinterher.

In der Nähe von Hutt Valley fanden wir wieder einen Campingplatz ohne Duschen. Ihr dürft mitzählen wie viele Tage wir bereits ungeduscht sind! Traumhaft schön war es dort und direkt an einem Fluss. Der Wald kam einem Dschungel gleich und wir konnten einen tollen Walk machen. Außerdem kamen wir an Rivendell vorbei….Lord of the Rings you know! Es war ein herrlicher Tag, doch die Nacht brachte wieder Regen mit.

Am nächsten Tag entschlossen wir uns aufgrund des Wetter rüber zur Südinsel zu fahren…nach wie vor ungeduscht.

Davon später mehr.
Es ist 13:05 Uhr Ortszeit und ein herrlicher warmer Sommertag in Picton.

Auckland haben wir hinter uns gelassen. Musst auch wirklich nicht laenger sein. Ich bin ja eh nicht das Stadtkind und fuer einen Stadtbesuch fliegt man auch nicht nach Auckland. Da gibt es Schoenere.

Kaya schlug Port Jackson vor, ein einsamer Ort. Ueber eine abenteuerliche Strasse…nein es war eher ein Feldweg, wo sich Schlagloecher und tiefe Schluchten die Hand reichen. Ich haette mir fast in die Hose gemacht, aber Kaya fuhr unbeirrt einfach weiter. Die Strecken dauern hier einfach lang im Vergleich zu Deutschland. Der Highway in NZ waere in Deutschland bestenfalls eine schlechte Bundesstrasse. Und das was hier noch als Strasse durchgeht waere bei uns wohl hoechsten auf einer Wanderkarte verzeichnet. So auch das letzte Stueck nach Port Jackson. Fuer 20km benoetigten wir eine gute Stunde. Es wurde mit einem einsamen Campingplatz belohnt. Wir parkten mit Blick aufs Meer. Bis zur Brandung konnte ich spucken. Wo waere das sonst moeglich?! Und das fuer knappe 5 EUR. Wie schliefen beim Meeresrauschen ein. Ein Morgenspaziergang ueber die gruenen Berge lies mich die kalte Dusche am Morgen vergessen. Die Voegel hier sind vollkommen durchgeknallt. Sie haben keine natuerlichen Feinde und so verhalten sie sich auch. Zwei haben uns schon “angegriffen”, damit habe ich nicht gerechnet! Die gesamte Gegend sieht aus als haette sie ein Kuenstler es einfach uebertrieben. Unglaublich schoen, hinter jeder Kurve! Man koennte stundenlang Bilder machen und Postkarten entwerfen.

Der naechste Stopp war der Hot Water Beach und Cathedral Cove. Der Hot Water Beach liegt ueber einer Magma-Kammer. Wenn man an manchen Stellen kann seine Fuesse im Boden vergraebt verbrennt man sich. Wenn man ein Wasserloch graebt hat man eine Badewanne. Nur moechte man sich mit 50 anderen Leuten im Schlamm welzen…nicht mein Fetisch. Also ab zur Cathedral Cove!

Eine Gegend die aussieht als sei sie fuer die Touristen gebaut worden. Unglaublich schoen, ein Felsen in einer Schlucht der einer Kathedrale aehnelt und absolut feiner Sandstrand. Man sieht auf den Bildern, dass es doch sehr bewoelkt ist. Bitte nicht taeuschen lassen, es ist herrlich warm und wir beide leiden schon unter dem ersten Sonnenbrand. Ozonloch sei Dank.

Im Moment sind wir in Mt. Maunganui. Die Kuestenstadt, wo Kaya die laengste Zeit gelebt hat. Es war so suess wie ihr die Traenen die Wangen runterflossen als wir ankamen. Der Campingplatz ist Purer Luxus, schon zuviel nach unserem Geschmack und Teuer. Aber dank perfekten Wetter haben wir uns entschlossen hier zwei Tage zu bleiben. Hier haben wir auch bereits Freunde getroffen.

Das erste Bier konnte ich hier auch trinken…sueffig kann ich da nur sagen. Fast wie Koelsch, geht an so einem Strand runter wie Oel. Heute Abend wandern wir auf den Mount und werden mal Nachtaufnahmen mit Stativ machen.

Ich kann verstehen, warum man hier leben moechte, die Stadt ist wunderschoen, ein Cafe jagt das naechste. Die Leute sind unglaublich freundlich und gelassen. Fremde sprechen einen an und wuenschen einem einen schoenen Tag. Man kommt sehr leicht mit Leuten ins Gespraech, niemand wirkt genervt…auch nicht die Menschen die arbeiten muessen! Ich denke wir werden es heute Mittag nochmal an den Strand legen.

Ich verabschiede mich und wuensche alles Lesern nur das Beste. Die meisten sind wohl gerade ins Bett. Es ist 13:05 Uhr Ortszeit. Gruss Michael

 

Ich bin zurück in Mount Maunganui, kaum zu glauben!

Ich bin etwas schreibfaul, gerade weil ich schon so viel Abstand nach Hause habe, aber ich versuche es trotzdem mal:

Die Landung in AKL war weniger spektakulär als ich sie mir vorgestellt habe. Es war noch dunkel und so konnte ich auch die Küstenumrisse und die Segelboote nicht sehen. Am Flughafen kam mir aber alles bekannt vor und ich fühlte mich gleich “angekommen”. Ohne Probleme sind wir durch die Ökokontrolle gekommen (man darf kein bisschen Dreck oder Obst oder so mit nach Neuseeland bringen, nicht etwa dass ich getestet wurde ob ich Öko genug bin – das hätte ich aber sicherlich auch bestanden) und auch das Visum haben wir ohne Probleme bekommen. Wie manche wissen hatte ich da ja ein wenig bedenken, weil ich ja mein Auto nicht abgemeldet habe beim letzten mal hier.

In Auckland hatten wir ein wenig mit dem Jetlag zu kämpfen, der Vorteil daran war dass die Duschräume morgens um 4 Uhr sauber und leer sind. Am näechsten Tag, dem Montag haben wir das Auto abgeholt und sind endlich losgefahren. Hinter der Stadt fing auch gleich das Paradies an wie man Neuseeland kennt: Grüne Hügel, weite Landschaften, einfach traumhaft.

Wie sind nach Coromandel gefahren, einer kleinen Halbinsel wo wir nach ein paar Zwischenstopps (ein paar ist eigentlich untertrieben, ständig haben wir angehalten um Fotos zu machen. Das war es aber wert :) ) in Coromandel Town ankamen. Wir überlegten weiter nach oben zu fahren, die Straße verwandelte sich dort aber in eine einspurige Schotterpiste am Hang entlang, was Michi etwas Angst machte. Unser “Darth”, wie der Van heißt hat aber keinerlei Probleme gemacht und nach 2h für 20 km sind wir an einem einsamen Strand angekommen wo nur ein paar Zelte und Vans standen und weit und breit keine Zivilisation zu sehen war. Wunderschön! Mit dem Kopf zum Meer sind wir mit Meeresrauschen im Ohr eingeschlafen.

Am nächsten Morgen mussten wir den Weg zurück fahren und sind zum Hot Water Beach, einem Strand wo eine Magma-Kammer den Sand erwärmt und man ein Loch graben kann um seinen eigenen Hot Pool zu machen. Der touristische Kram eben. Entsprechend Überfüllt war auch der Strand. Wir hielten uns nicht lange dort auf und fuhren weiter zur Cathedral Cove. Auch da war es ziemlich voll, ich erinnere mich als ich mit Michele damals dort war, wir waren damals die einzigen Leute die am Strand lang spaziert sind und die riesige Höhle bestaunt haben.

Ich wurde schon ganz kribbelig, denn dann machten wir uns auf dem Weg nach Mount Maunganui wo ich 3 Monate gelebt habe damals. Je näher wir kamen desto mehr erkannte ich und als der Mount in der ferne zu sehen war hatte ich ganz kitschig ein paar Tränen im Auge :)

Wir checkten in den teuren Campingplatz am Fuß des Mounts ein und machten uns auf dem Weg zu Breakers, wo ich gearbeitet habe und wo wir Matt treffen wollten. Ein tolles wiedersehen! Es fühlte sich gleich wieder so an wie damals, nur dass ich sonst kaum jemanden kenne hier.

Heute morgen sind wir wieder ziemlich früh aufgewacht und es war strahlend blauer Himmel, weshalb wir uns entschieden haben noch einen Tag länger hier zu bleiben. Wir haben uns mit Matt und Sam in einem Café getroffen und jetzt sitze ich hier im Mount Backpackers bzw. im Mount Internet, wo ich auch mal gearbeitet habe. Ganz schön strange, aber schön wieder hier zu sein!

Und jetzt gehen wir zum Strand.

Viele Grüße! Kaya

Wir haben unser Ziel Auckland erreicht. Die Lufthansa hat uns bei ihrem Flug bestens auf die Klimaveränderung vorbereitet. Im Flugzeug waren es entweder -10 oder +30 Grad. Dazwischen war allerdings nichts. Trotzdem war der Flug sehr schön mit Monitoren an jedem Sitz und aktuellen Filmen. Die Zeit hat man sehr gut rum bekommen. Mir persönlich haben die 11 Std. Flug nicht viel ausgemacht.

Der Landeanflug auf Osaka war recht abenteuerlich. Der Flughafen war nicht zu sehen. Erst kurz vorm Aufsetzen erschien der Boden unter den Tragflächen. Der Flughafen selbst war eher klein, aber irgendwie schon recht bizarr. Automaten wo man nur erahnen konnte zu welchem Zweck sie der Menschheit dienen. Es war schon schwierig genug sich eine Kaugummimarke aus dem kleinen Shop raus zu suchen. Ich hatte ernsthafte Bedenken welche Geschmacksrichtung es wohl sein mag.

Wir mussten 4 Std. am Gate auf unseren Anschlussflieger warten. Bespaßt wurden wir durch zwei Dinge, das Programm eines japanischen Senders, welches doch sehr seltsam war, besonders die Werbung, zum Anderen die Klänge einer Art Harfe, welche permanent und vollkommen unharmonisch durch den gesamten Flughafen schallten. In einer Art hypnotischer Trance haben wir dann auch ein kleines Nickerchen machen können bis wir dann endlich einchecken konnten.

Wir rechneten mit weniger Komfort in der Maschine von Air New Zealand, da dieser kleiner war, aber auch hier war für Ablenkung an jedem Sitz gesorgt. Hier versuchten wir beide auch das erste Mal zu schlafen, was sich als Herausforderung an das menschliche Skelett herausstellte. Nach verschiedensten Stellungen und diversen Versagen der Extremitäten kamen wir um 5:30 Uhr Ortszeit an einem regnerischen, aber dennoch warmen Morgen in Auckland an.

Die gesamte Fliegerei hat mir nicht so viel ausgemacht, auch der Jetlag hält sich in Grenzen. Nach einer Dusche, die auch bitter nötig war, haben wir gerade im Hostel ein Nickerchen gemacht und gehen jetzt die Stadt erkunden auf der Suche nach einem handfesten Essen. Es nieselt zwar vor sich hin, aber es ist wunderbar warm. Die Menschen sind sehr freundlich und gut gelaunt. Genau wir wir!

Damit verabschieden wir uns für heute. Morgen beginnt unser Roadtrip! Es ist 15:46 Uhr :o)

Gruß Michi

So, die Sachen sind gepackt, mein Rucksack ist mal wieder voll und ich bin ebenso voller Vorfreude: Am Freitag geht’s endlich los. Vier Wochen Neuseeland liegen vor uns und es wird, unabhängig von Wetter, Erdbeben und Flug großartig werden, dessen bin ich mir sicher.

Wir haben schon vor einigen Wochen probegepackt – was ja eigentlich untypisch für mich ist – und das war keine schlechte Idee. Als ich Dienstagabend um kurz vor 10 nach Hause gekommen bin musste ich so den ganzen Kram nur noch in den Rucksack packen. Und natürlich wurde es mehr. „Hmm, das könnte ich doch noch mitnehmen“ – „oh, das hier nimmt doch nicht viel Platz weg“ – „Michi soll ich meine graue Jacke auch noch mitnehmen oder lieber den braunen Pullover?“. So ging es dann bis um 11 und dann hatte ich keine Lust mehr. Da ich Mittwoch auch noch zu meinen Großeltern nach Gernsheim und Donnerstag in die LGS nach Frankfurt fahren wollte, musste ich für die Tage entsprechend auch noch Kram mitnehmen.

Anyway, es ist gepackt und morgen fliegen wir, endlich, endlich! Erst nach Osaka, Kensai Airport und nach 4 Stunden Aufenthalt dort weiter nach Auckland. Ich erinnere mich noch genau an das erste Bild, was ich von Neuseeland hatte als ich 2006 zum ersten mal hin geflogen bin: die Segelboote im Hafen die der „City of Sail“ ihren Namen geben. Seitdem stelle ich mir vor, wie es sein wird wenn ich mich wieder im Landeanflug auf Neuseeland befinde. Ich kann es mir kaum vorstellen aber ich bin ganz kribbelig vor Vorfreude.

Dieses mal reisen wir fast schon dekadent, finde ich: Wir haben einen coolen Minibus bzw. so eine Art Van für 4 Wochen gebucht und werden in diesem Schlafen, Wohnen, Kochen, Leben. Wo wir duschen wissen wir allerdings noch nicht genau, da wird sich aber sicherlich irgendwas finden.

Mein Handy habe ich heute Abend Annika mitgegeben, Michi hat auch keins dabei, das heißt wir stehen morgen früh schon vor der ersten Herausforderung: Wie und wo finden wir uns am Frankfurter Flughafen? Haben zwar einen Treffpunkt ausgemacht aber ohne Handy ist das schon ein komisches Gefühl. Wie hat das denn bitte früher alles funktioniert?!

Aber egal, es wird schon klappen und morgen um diese Zeit werden wir über Asien im Flieger sitzen, yeahy.

Bis bald!

Kaya

Endlich ist es soweit, das lange Warten hat ein Ende.

Wir sind bestens vorbereitet, Packliste ist geschrieben und hoffentlich vollständig. Poncho, mein Kater, ist versorgt und alle sind informiert.

Morgen um 14:20 Uhr geht der Flug und erst dort treffe ich mich mit Kaya. Von Aufregung kann aber nicht die Rede sein, so richtig glauben kann ich es noch immer nicht. Klar man plant viel, beschäftigt sich lange damit, aber ich glaube so richtig realisiert man es erst vor Ort. Das wäre dann, dank Zeitverschiebung, am Sonntag um 06:00 Uhr Ortszeit Auckland – Samstag 18:00 Uhr Deutschland.
Wir werden versuchen den Blog regelmäßig zu füttern, je nachdem wie viele Internetcafés vorhanden sind.
Ich habe ein Bild gemacht, von meinem gesamten Gepäck. Es wirkt auf dem Foto gar nicht mal soviel. Insgesamt sind es ca. 15kg.

Gruß Michael

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