Ohne direktes Ziel sind wir an dem Morgen, nach den Höhlen, gestartet. Wir wussten nur, es geht Richtung Hamilton. Der Lonely Planet wusste Rat und wir entschieden uns für Raglan. Eine sehr bekannte Gegend für Surfer aus aller Welt. Die Küste bietet optimale Bedingungen und es ist genügend Platz. Das kleine, wirklich schöne Städtchen bietet alles was das Herz begehrt…zu unverschämten Preisen. Aber dank unserer Wagenvermietung bekamen wir auf einem wirklich tollen Campingplatz einen ordentlichen Rabatt. Auch die Gegend um Raglan ist wunderschön mit riesigen Stränden. Irgendwie kann man davon einfach nicht genug bekommen. Ich meine wir müssen nicht mehr jeden fotografieren und wir haben nun wirklich schon extrem viele gesehen, aber es tut immer wieder gut am Strand zu sitzen und aufs Meer zu schauen. In Hönebach kann ich dann wieder Richtung Autobahn schauen…super.

Weiter ging es Richtung Hamilton und auf dem Weg haben wir einen Anhalter mitgenommen. Einen schmächtigen 17 jährigen mit einem fantastischen Humor. Er erzählte uns, dass er mit seinen Eltern von Südafrika ausgewandert sei. Er wusste nicht so ganz was er machen soll und hat die Schule abgebrochen um erst einmal ein bisschen zu chillen. Die meiste Zeit kifft er wohl mit seinen Freunden in Hamilton. Auf der Fahrt hat er mich echt oft zum Lachen gebracht mit seinen Geschichten.
In einer iSite, einem Informationszentrum für Touristen, haben wir uns dann Clarks-Beach von einer dicken Frau empfehlen lassen, sie wusste auch wo es die größten Portionen Eis gab, eine klare Insiderinformation und die Frau musste es wissen. Also los ging es. Das Eis war wirklich groß, aber auch nicht billig, aber geschmacklich einwandfrei. Der Campingplatz war ok, mit einem großen Gemeinschaftraum. Wir warfen unsere gesamtes Restessen in eine Pfanne und klebten es mit Käse zusammen. Ein königliches Mahl füllte unsere Mägen. Weil wir bereits alle Kartenspiele gespielt und alle Bücher gelesen hatten schauten wir Big Bang Theory. Fühlte sich schon fast an wie zu Hause.

Am nächsten Morgen trafen wir kurz vor Auckland unsere Freunde Joana & Nico wieder. Wir waren etwas früher am Treffpunkt und so beschloss Kaya eine Pediküre machen zu lassen. Vereinbart waren 20min, gedauert hat es doppelt so lange. Vier Wochen Urlaub im Bus gingen auch an Kaya nicht spurlos vorbei. Egal, das Ergebnis war hervorragend! Also Joana & Nico dann eintrafen sind wir zusammen zum traurigen Abschied unseres Hauses gefahren, wir mussten Darth abgeben. Er war ein treuer und zuverlässiger Gastgeber und er hat ja dieses Abenteuer erst möglich gemacht, trotz seiner 390.000km auf der Uhr. Unsere Rucksäcke waren deutlich schwerer als vorher und standen ordentlich unter Spannung. Aber wir haben alles unter bekommen.

Mit den beiden haben wir uns ein 4-Leute-Häusschen nahe dem Flughafen auf einem Campingplatz genommen. Ein „eigenes“ Bad zu haben war schon toll, für die Beiden war aber eher das Bett was tolles, sie waren nämlich vorher nur mit Zelt unterwegs. Gekrönt wurde der Abend von einem wunderbaren BBQ und viel Wein. Leider habe ich echt schlecht geschlafen, Kaya ging es ähnlich. Der Körper werte sich wohl von der schönen Insel Abschied zu nehmen.

Am nächsten Morgen fuhren uns die beiden an den Flughafen. Alles verlief reibungslos. Natürlich waren unsere Rucksäcke deutlich schwerer als bei der Abreise, der Familie wollte man ja was mitbringen, aber wir lagen noch im Rahmen. Wir waren noch ziemlich gerädert vom Vorabend, aber an Schlaf war nicht zu denken.
Neuseeland verabschiedete uns so wie es uns empfangen hat, mit dichten Wolken und etwas Regen. Als wir im Flugzeug saßen und starteten waren wir beide schon sehr traurig. Ein Blick aus dem Fenster machte deutlich, dass es nun Zeit war Tschüss zu sagen. Die Landschaft wurde immer kleiner und langsam schloss sich die Wolkendecke unter uns, als würde ein Traum langsam ausgeblendet werden. Mach’s gut Neuseeland und danke für die Gastfreundlichkeit, das tolle Wetter, die unbeschreibliche Landschaft, die interessanten Tiere und die stets freundlichen und hilfsbereiten Menschen. Es war einfach eine unglaubliche Zeit an die wir uns sicher unser ganzes Leben gerne zurückerinnern werden.

 

Eine Antwort auf Tag 2, Tag 1 und Abflug

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