Route 1

Michi: Ihr wundert euch vielleicht warum hier immer ich schreibe, meist ist es so, dass Kaya waehrenddessen organisiert, telefoniert, ne Unterkunft sucht oder den Mist mit Ihrem Fuehrerschein klaert. Dazu komme ich auch noch.

Die Route 1 ist die Kuestenstrasse in den USA, ein Must-See egal mit wem man spricht. Die schoenste Abschnitt, wurde uns versichert, war von Carmel Richtung sueden. Also rein ins Auto und ab auf die Strasse. Endlich angekommen fuhren wir also direkt am Meer. Da kann man nicht meckern. Es war wirklich eine wunderschoene Strecke, mit versteckten Straenden, Klippen und einem wahnsinns Ausblick. Ueberall sind Haltebuchten bzw. Vista-Points (Aussichtspunkten).

Einen kleinen Walk konnte man sogar machen, an einen “besonderen” Strand. Hier ergiesst sich ein Wasserfall direkt aus dem Fels auf diese versteckte Bucht. Ja was soll ich sagen, da kann ich Lissy nur zustimmen, ein armer Strahl, kaum groesser als eine ueberlaufende Dachrinne. Dich Bucht mit dem Strand war trotzdem schoen, Wasserfall hin oder her.

Das Helfersyndrom: Ein einem Vista-Point fiel uns ein Mann auf, der verwirrt und hilflos ums sich blickte und scheinbar jemanden suchte. Der Mann wird so mitte-ende 30 gewesen sein. Wir fragten wo das Problem sei. Es stellt sich heraus das Ron (er hatte ein Namensschild) taub war, demzufolge nicht  sprechen konnte. Wir haben auf alle freie Stellen auf Papier geschrieben die wir finden konnten um zu kommunizieren. Er war also mit zwei Freunden unterweges und die hatten ihn wohl vergessen. Natuerlich konnten wir nirgens anrufen, denn die Route 1 liegt fast voellig im Funkloch. Sollten wir ihn also mitnehmen bis zur naechsten Tankstelle um zu telefonieren? Auch bloed wenn seine Freunde zurueckkommen. Wir warteten mit ihm eine halbe Stunde. Er war schon sichtlich aufgeloest. Anschliessend fuhren wir dann doch an die nachste Tankstelle und benutzten dort ein oeffentliches Telefon. Ron hatte die Handynummer vom Kumpel griffbereit, ein Anruf…Mailbox. Kayas uebersetzter Wortlaut war:”Koennte es sein, dass ihr euern Freund vergessen habt?” Und ihn diesem Moment fuhren seine Freunde vorbei und haben Ron gesehen. Die beiden waren sichtlich erleichtert und ich glaube Ron waere fast in Ohnmacht gefallen. Ich habe gefragt wie man in so einem kleinem Auto den dritten Mann vergessen kann?! Die Antwort war schon schwarzer Humor, denn…nunja er redet halt nicht viel und sie dachten erschlaeft. “Keep your eyes open, you Jerks!” – Happy Ending.

Weiter ging es nach Los Angeles – Hollywood. Und wie wir hier nachts ankamen und unsere Buchung stoniert wurde und wie ich dann noch man iPhone verliere, dazu kommen wir dann im naechsten Artikel.

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