Auckland

Ich bin zurück in Mount Maunganui, kaum zu glauben!

Ich bin etwas schreibfaul, gerade weil ich schon so viel Abstand nach Hause habe, aber ich versuche es trotzdem mal:

Die Landung in AKL war weniger spektakulär als ich sie mir vorgestellt habe. Es war noch dunkel und so konnte ich auch die Küstenumrisse und die Segelboote nicht sehen. Am Flughafen kam mir aber alles bekannt vor und ich fühlte mich gleich “angekommen”. Ohne Probleme sind wir durch die Ökokontrolle gekommen (man darf kein bisschen Dreck oder Obst oder so mit nach Neuseeland bringen, nicht etwa dass ich getestet wurde ob ich Öko genug bin – das hätte ich aber sicherlich auch bestanden) und auch das Visum haben wir ohne Probleme bekommen. Wie manche wissen hatte ich da ja ein wenig bedenken, weil ich ja mein Auto nicht abgemeldet habe beim letzten mal hier.

In Auckland hatten wir ein wenig mit dem Jetlag zu kämpfen, der Vorteil daran war dass die Duschräume morgens um 4 Uhr sauber und leer sind. Am näechsten Tag, dem Montag haben wir das Auto abgeholt und sind endlich losgefahren. Hinter der Stadt fing auch gleich das Paradies an wie man Neuseeland kennt: Grüne Hügel, weite Landschaften, einfach traumhaft.

Wie sind nach Coromandel gefahren, einer kleinen Halbinsel wo wir nach ein paar Zwischenstopps (ein paar ist eigentlich untertrieben, ständig haben wir angehalten um Fotos zu machen. Das war es aber wert :) ) in Coromandel Town ankamen. Wir überlegten weiter nach oben zu fahren, die Straße verwandelte sich dort aber in eine einspurige Schotterpiste am Hang entlang, was Michi etwas Angst machte. Unser “Darth”, wie der Van heißt hat aber keinerlei Probleme gemacht und nach 2h für 20 km sind wir an einem einsamen Strand angekommen wo nur ein paar Zelte und Vans standen und weit und breit keine Zivilisation zu sehen war. Wunderschön! Mit dem Kopf zum Meer sind wir mit Meeresrauschen im Ohr eingeschlafen.

Am nächsten Morgen mussten wir den Weg zurück fahren und sind zum Hot Water Beach, einem Strand wo eine Magma-Kammer den Sand erwärmt und man ein Loch graben kann um seinen eigenen Hot Pool zu machen. Der touristische Kram eben. Entsprechend Überfüllt war auch der Strand. Wir hielten uns nicht lange dort auf und fuhren weiter zur Cathedral Cove. Auch da war es ziemlich voll, ich erinnere mich als ich mit Michele damals dort war, wir waren damals die einzigen Leute die am Strand lang spaziert sind und die riesige Höhle bestaunt haben.

Ich wurde schon ganz kribbelig, denn dann machten wir uns auf dem Weg nach Mount Maunganui wo ich 3 Monate gelebt habe damals. Je näher wir kamen desto mehr erkannte ich und als der Mount in der ferne zu sehen war hatte ich ganz kitschig ein paar Tränen im Auge :)

Wir checkten in den teuren Campingplatz am Fuß des Mounts ein und machten uns auf dem Weg zu Breakers, wo ich gearbeitet habe und wo wir Matt treffen wollten. Ein tolles wiedersehen! Es fühlte sich gleich wieder so an wie damals, nur dass ich sonst kaum jemanden kenne hier.

Heute morgen sind wir wieder ziemlich früh aufgewacht und es war strahlend blauer Himmel, weshalb wir uns entschieden haben noch einen Tag länger hier zu bleiben. Wir haben uns mit Matt und Sam in einem Café getroffen und jetzt sitze ich hier im Mount Backpackers bzw. im Mount Internet, wo ich auch mal gearbeitet habe. Ganz schön strange, aber schön wieder hier zu sein!

Und jetzt gehen wir zum Strand.

Viele Grüße! Kaya

Wir haben unser Ziel Auckland erreicht. Die Lufthansa hat uns bei ihrem Flug bestens auf die Klimaveränderung vorbereitet. Im Flugzeug waren es entweder -10 oder +30 Grad. Dazwischen war allerdings nichts. Trotzdem war der Flug sehr schön mit Monitoren an jedem Sitz und aktuellen Filmen. Die Zeit hat man sehr gut rum bekommen. Mir persönlich haben die 11 Std. Flug nicht viel ausgemacht.

Der Landeanflug auf Osaka war recht abenteuerlich. Der Flughafen war nicht zu sehen. Erst kurz vorm Aufsetzen erschien der Boden unter den Tragflächen. Der Flughafen selbst war eher klein, aber irgendwie schon recht bizarr. Automaten wo man nur erahnen konnte zu welchem Zweck sie der Menschheit dienen. Es war schon schwierig genug sich eine Kaugummimarke aus dem kleinen Shop raus zu suchen. Ich hatte ernsthafte Bedenken welche Geschmacksrichtung es wohl sein mag.

Wir mussten 4 Std. am Gate auf unseren Anschlussflieger warten. Bespaßt wurden wir durch zwei Dinge, das Programm eines japanischen Senders, welches doch sehr seltsam war, besonders die Werbung, zum Anderen die Klänge einer Art Harfe, welche permanent und vollkommen unharmonisch durch den gesamten Flughafen schallten. In einer Art hypnotischer Trance haben wir dann auch ein kleines Nickerchen machen können bis wir dann endlich einchecken konnten.

Wir rechneten mit weniger Komfort in der Maschine von Air New Zealand, da dieser kleiner war, aber auch hier war für Ablenkung an jedem Sitz gesorgt. Hier versuchten wir beide auch das erste Mal zu schlafen, was sich als Herausforderung an das menschliche Skelett herausstellte. Nach verschiedensten Stellungen und diversen Versagen der Extremitäten kamen wir um 5:30 Uhr Ortszeit an einem regnerischen, aber dennoch warmen Morgen in Auckland an.

Die gesamte Fliegerei hat mir nicht so viel ausgemacht, auch der Jetlag hält sich in Grenzen. Nach einer Dusche, die auch bitter nötig war, haben wir gerade im Hostel ein Nickerchen gemacht und gehen jetzt die Stadt erkunden auf der Suche nach einem handfesten Essen. Es nieselt zwar vor sich hin, aber es ist wunderbar warm. Die Menschen sind sehr freundlich und gut gelaunt. Genau wir wir!

Damit verabschieden wir uns für heute. Morgen beginnt unser Roadtrip! Es ist 15:46 Uhr :o)

Gruß Michi

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