Port Jackson

Auckland haben wir hinter uns gelassen. Musst auch wirklich nicht laenger sein. Ich bin ja eh nicht das Stadtkind und fuer einen Stadtbesuch fliegt man auch nicht nach Auckland. Da gibt es Schoenere.

Kaya schlug Port Jackson vor, ein einsamer Ort. Ueber eine abenteuerliche Strasse…nein es war eher ein Feldweg, wo sich Schlagloecher und tiefe Schluchten die Hand reichen. Ich haette mir fast in die Hose gemacht, aber Kaya fuhr unbeirrt einfach weiter. Die Strecken dauern hier einfach lang im Vergleich zu Deutschland. Der Highway in NZ waere in Deutschland bestenfalls eine schlechte Bundesstrasse. Und das was hier noch als Strasse durchgeht waere bei uns wohl hoechsten auf einer Wanderkarte verzeichnet. So auch das letzte Stueck nach Port Jackson. Fuer 20km benoetigten wir eine gute Stunde. Es wurde mit einem einsamen Campingplatz belohnt. Wir parkten mit Blick aufs Meer. Bis zur Brandung konnte ich spucken. Wo waere das sonst moeglich?! Und das fuer knappe 5 EUR. Wie schliefen beim Meeresrauschen ein. Ein Morgenspaziergang ueber die gruenen Berge lies mich die kalte Dusche am Morgen vergessen. Die Voegel hier sind vollkommen durchgeknallt. Sie haben keine natuerlichen Feinde und so verhalten sie sich auch. Zwei haben uns schon “angegriffen”, damit habe ich nicht gerechnet! Die gesamte Gegend sieht aus als haette sie ein Kuenstler es einfach uebertrieben. Unglaublich schoen, hinter jeder Kurve! Man koennte stundenlang Bilder machen und Postkarten entwerfen.

Der naechste Stopp war der Hot Water Beach und Cathedral Cove. Der Hot Water Beach liegt ueber einer Magma-Kammer. Wenn man an manchen Stellen kann seine Fuesse im Boden vergraebt verbrennt man sich. Wenn man ein Wasserloch graebt hat man eine Badewanne. Nur moechte man sich mit 50 anderen Leuten im Schlamm welzen…nicht mein Fetisch. Also ab zur Cathedral Cove!

Eine Gegend die aussieht als sei sie fuer die Touristen gebaut worden. Unglaublich schoen, ein Felsen in einer Schlucht der einer Kathedrale aehnelt und absolut feiner Sandstrand. Man sieht auf den Bildern, dass es doch sehr bewoelkt ist. Bitte nicht taeuschen lassen, es ist herrlich warm und wir beide leiden schon unter dem ersten Sonnenbrand. Ozonloch sei Dank.

Im Moment sind wir in Mt. Maunganui. Die Kuestenstadt, wo Kaya die laengste Zeit gelebt hat. Es war so suess wie ihr die Traenen die Wangen runterflossen als wir ankamen. Der Campingplatz ist Purer Luxus, schon zuviel nach unserem Geschmack und Teuer. Aber dank perfekten Wetter haben wir uns entschlossen hier zwei Tage zu bleiben. Hier haben wir auch bereits Freunde getroffen.

Das erste Bier konnte ich hier auch trinken…sueffig kann ich da nur sagen. Fast wie Koelsch, geht an so einem Strand runter wie Oel. Heute Abend wandern wir auf den Mount und werden mal Nachtaufnahmen mit Stativ machen.

Ich kann verstehen, warum man hier leben moechte, die Stadt ist wunderschoen, ein Cafe jagt das naechste. Die Leute sind unglaublich freundlich und gelassen. Fremde sprechen einen an und wuenschen einem einen schoenen Tag. Man kommt sehr leicht mit Leuten ins Gespraech, niemand wirkt genervt…auch nicht die Menschen die arbeiten muessen! Ich denke wir werden es heute Mittag nochmal an den Strand legen.

Ich verabschiede mich und wuensche alles Lesern nur das Beste. Die meisten sind wohl gerade ins Bett. Es ist 13:05 Uhr Ortszeit. Gruss Michael

 

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