Kaya

Nach den Tagen in den verlassenen Catlins, dem suedlichsten Punkt Neuseelands habe wir es genossen wieder in einer Stadt zu sein und waren ausgiebig bummeln. Da die Schokoladenfabrik so lecker gerochen hat (von aussen!), haben wir fuer den naechsten Tag eine Fuehrung durch die Fabrik gebucht. Wir haben zwar nciht so viel verstanden von dem, was er uns erzaehlt hat, Hauptsache wir haben aber massenhaft Schokolade bekommen. Ehrlich gesagt haben die Kiwis einen etwas seltsamen Geschmack: Wer mag schon Marshmellows mit Schokolade drum herum?? Hier in Neuseeland steht das ganz hoch im Kurs…

Auf dem Campingplatz in Dunedin haben wir dann zwei deutsche wieder getroffen, die auch in Milford Sound schon neben uns gecampt haben und wir kamen ins Gespraech. Ich bin immer wieder erstaunt, wie viele Deutsche man hier trifft!

Nach Dunedin ging es weiter nach Christchurch – wir haben lange ueberlegt, ob wir dort hinfahren wollen da es ja von dem Erdbeben vor einem Jahr noch ziemlich zerstoert ist. Andererseits haben wir von einer Neuseelaenderin gehoert, dass die Leute dort noch immer sehr auf den Tourismus angewiesen sind und wir planten, zumindest mal vorbei zu fahren, es lag ja eh auf dem Weg.

In Christchurch im Industrie- und Gewerbegebiet sowie in den aeusseren Gebieten hat man nicht viel von der Zerstoerung gesehen, je weiter wir ins city center kamen desto mehr sah man Strassenbauarbeiten und desto weniger war auf der Strasse los. Das Cathedral Square, die Innenstadt, war komplett gesperrt und man durfte weder zu Fuss noch mit dem Auto dort hinein. Vor 5 Jahren war ich schon einmal in Christchurch und ich war geschockt, wie anders und wie zerstoert es war. Viele Gebaeude waren abgerissen, die Shops fast alle geschlossen und ueberhaupt waren sehr wenige Menschen auf der Strasse. Wir machten nur kurz bei Pak ‘n Save Halt und fuhren dann weiter auf einen Campingplatz einige km von Chch entfernt, direkt am Strand. Dort war es nicht weniger gruselig, der Platz stand voll mit Campern aber nirgendwo war ein Mensch zu sehen… Unheimlich.

Am naechsten Tag ging es weiter nach Keikoura, wo wir Wale beobachten wollten. Auf dem Weg buchten wir einen Bootstrip und freuten uns auf den naehctsen Tag. Keikoura ist ein kleines Hafenstaedtchen mit vielen Shops, Cafes und natuerlich Take-aways (die Take-away kultur der neuseelaender ist ziemlich gross!).

Wale kommen dorthin, weil durch die Kontinentalplatten sehr flache und sehr, sehr tiefe gewaesser nah beieinander liegen und dort viel Futter fuer die Wale rumschwimmt. Als wir zu der Whale Watch Station gingen, wurde direkt daneben auch Helikopterfluege angeboten, zwar nur 20 min aber dafuer war man schneller bei den Walen und hat sie auch von oben gesehen und nciht nur die Flosse.

Kurzerhand stornierten wir unsere Boots-Buchung und flogen mit dem Helikopter zu den Walen. In der Kaikoura Bucht sind das ganze jahr4 Pottwale zu sehen die dort leben. Ich habe nachgefragt, es gibt sehr strikte einschraenkungen damit die Wale nicht zu sehr von dem tourismus gestoert werden also konnte ich das mit meinem gewissen vereinbaren. Die Aussicht von oben war atemberaubend!! Bilder folgen wenn wir wieder in einem richtigen Internet café sind.

Nach Keikoura sind wir nach Pictom gefahren, wo wir abends um halb 11 die Faehre nach Wellington genommen haben, wo wir nachts um 1 Uhr angekommen sind. Voellig fertig und muede sind wir auf den naechstbesten Campingplatz gefahren.

Den naechsten Tag verbrachten wir in Wellington, waren im Museum und bummelten durch die Stadt. Es gibt uebrigens keinen schlechten Kaffee in Neuseeland!

Viele Gruesse!

 

Lieber Nico,

Alles, alles Liebe und Gute Zum Geburtstag und eine phaenomenale Party heute abend!!

Fuehl dich gedrueckt!

Gruesse aus Neuseeland,

Kaya & Michi

Impressum | Copyright Michael Münster © 2018. All Rights Reserved.